Texas Hold'em

Wahrscheinlich haben Sie bereits im Fernsehen eine Pokersendung angeschaut - falls dies zutrifft, haben Sie sicherlich bereits eine Idee von Texas Hold'em. Diese Art des Pokerspiels entwickelte sich innerhalb der vergangenen Jahre zu einer der beliebtesten Spielformen, wenn es sich um das Pokerspiel dreht.

So wird Texas Hold'em gespielt

Machen wir es einfach und nicht zu kompliziert: Beim Texas Hold'em bekommt jeder Spieler zwei verdeckte Karten (englisch: Hole Cards), im Anschluss darauf werden fünf aufgedeckte Gemeinschaftskarten innerhalb von vier Setzrunden ausgeteilt. Das Ziel beim Texas Hold'em besteht darin, den Gesamtpot zu gewinnen, der aus den jeweiligen Einsätzen der teilnehmenden Spieler entsteht. Jeder teilnehmende Spieler versucht eine Hand aus seinen zwei verdeckten Karten und den fünf Gemeinschaftskarten zu bilden. Wer aus den insgesamt 7 Karten die beste Hand kreieren kann, gewinnt. Eine Hand besteht grundsätzlich immer aus fünf Karten.

Der Button

Haben Sie bereits vom Dealerbutton gehört? Dies ist beim Texas Hold'em eine kleine Scheibe. Durch diese wird der aktuelle Dealer der Runde gekennzeichnet. Der Dealerbutton wandert pro Runde einen Spieler weiter nach links. Karten werden im Uhrzeigersinn ausgegeben, startend beim Spieler links vom Dealerbutton. Nachdem alle Karten ausgeteilt worden sind, startet die erste Setzrunde.

Blinds

Der Small Blind muss vom Spieler links vom Button gesetzt werden. Links vom Small Blind sitzt der Big Blind. Beide Blinds stellen verpflichtende Einsätze dar, die bereits vor dem eigentlichen Verteilen der verdeckten Karten gesetzt werden müssen. Wie Sie bereits gelernt haben, wandert der Dealerbutton jede Runde weiter - somit kommt jeder Spieler zum Pflichteinsatz. Die jeweilige Höhe der Blind orientiert sich an der Höhe des gespielten Limits.

Sollte ein neuer Spieler den Tisch betreten, wird dieser verpflichtet innerhalb seiner ersten Runde on top den Big Blind zu setzen. Alternativ wartet der neue Spieler ab, bis er ohnehin den Big Blind zahlen muss. Diese Regelung schützt die restlichen Mitspieler, dass ein Spieler einfach kurz vor seinem zu zahlenden Big Blind den Tisch verlässt. Wenn ein Spieler Big Blinds verpasst, müssen diese nachträglich geleistet werden oder es muss einfach auf den kommenden Big Blind gewartet werden.

Setzrunden

Die erste Setzrunde startet bereits vor dem Flop, dem sogenannten Pre-Flop. Nachdem Small Blind und Big Blind Ihre verpflichtenden Einsätze getätigt haben, erhält jeder teilnehmende Spieler seine verdeckten Karten (Hole Cards) ausgeteilt. Nachdem jeder Spieler seine Karten eingesehen hat, muss er sich innerhalb der ersten Setzrunde entscheiden, ob er den Big Blind callen, erhöhen oder passen möchte. Innerhalb der ersten Runde ist es keinem Spieler gestattet, lediglich zu schieben (englisch: checken). Dies begründet sich in der Tatsache, dass die Einsätze für Small und Big Blind bereits geleistet worden sind. Die erste Setzrunde startet mit dem Spieler links vom Big Blind. Fortgesetzt wird diese im klassischen Uhrzeigersinn. Selbsterklärend kommt der Big Blind zum Schluss.

Zweite Setzrunde (Flop) - Nach Beendigung der ersten Setzrunde, werden die drei Gemeinschaftskarten aufgedeckt (Flop). Alle noch im Spiel befindenen Spieler können diese Gemeinschaftskarten benutzen, um zusammen mit Ihren eigenen verdeckten Karten (englisch: Hole Cards) die bestmögliche Hand zu bilden. Der Spieler links vom Button startet die zweite Setzrunde. Fortgesetzt wird das Spiel -wie gewohnt- im Uhrzeigersinn.

Dritte Setzrunde (Turn) - Nach der Setzrunde mit dem Flop folgt die Aufdeckung einer weiteren Gemeinschaftskarte - dem sogenannten Turn bzw. der Turnkarte. Der Spieler links vom Button startet diese Setzrunde.

Vierte Setzrunde (River) - Nach der Setzrunde mit dem Turn folgt die Aufdeckung einer weiteren Gemeinschaftskarte - dem sogenannten River bzw. der Riverkarte. Der Spieler links vom Button startet diese Setzrunde.

Showdown - Nach Beendigung aller Setzrunden, folgt der legendäre Showdown zwischen allen teilnehmenden Spielern. Spieler, die innerhalb dieser Runde, gepasst (fold) haben, sind natürlich raus. Der Spieler, der anhand der fünf Karten die beste Hand kreieren kann, gewinnt den Gemeinschaftspot. Es muss aber nicht immer zwangsläufig zu einem Showdown kommen - sollte in einer der vorangegangenen Runde lediglich ein Spieler übrig bleiben, der nicht passt, gewinnt dieser. Wenn ein Spieler passt, muss er seine Karten nicht offen hiernach zeigen. Wenn es beim Showdown dazu kommt, das zwei oder mehrere Spieler eine gleichstarke Hand präsentieren, wird der Pol selbstverständlich anteilig verteilt.

Es gibt drei unterschiedliche Arten von Texas Hold'em, die variabel innerhalb Ihrer Setzhöhe sind

  • No Limit: Spieler können in jeder Setzrunde die Gesamtanzahl Ihrer Chips beanspruchen
  • Pot Limit: Maximaler Einsatz der Spieler orientiert sich an der jeweiligen Potgröße
  • Limit: Pro Runde kann der Spieler nur eine festgelegte Chiphöhe setzen.

No Limit Texas Hold’em

Beim Limit Texas Hold'em muss der Mindesteinsatz des Spielers zumindest die Höhe des Big Blinds erreichen. Bei Erhöhungen muss hierbei mindestens die Höhe des eigentlichen Einsatzes aus der jeweiligen Setzrunde erreicht werden. Hierbei gibt es allerdings keine maximale Setzhöhe, die berücksichtigt werden muss. Somit kann jeder Spieler auch zu jeder Zeit all seine Chips einsetzen.

Pot Limit Texas Hold’em

Beim Pot Limit Texas Hold'em muss der Mindesteinsatz des Spielers zumindest die Höhe des Big Blinds erreichen. Bei Erhöhungen muss hierbei mindestens die Höhe des eigentlichen Einsatzes aus der jeweiligen Setzrunde erreicht werden. Maximaler Einsatz der Spieler orientiert sich an der Potgröße. Beispiel hierbei: Callt ein Spieler $5 und befinden sich $20 bereits im Gesamtpot, so kann der Spieler auch auf $50 erhöhen.

Limit Texas Hold’em

Beim Limit Texas Hold'em ist für jede Setzrunde ein Einsatz vorab fixiert. Innerhalb der ersten beiden Setzrunden orientiert sich der Einsatz am Small Blind und verdoppelt sich in den darauf folgenden Setzrunden stetig. Pro Runde kann dieser Einsatz maximal dreimal erhöht werden.

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