Omaha Hi-Lo (8 or Better)

Omaha Hi-Lo steht kurz für High und Low. Diese Variante steht für anspruchvolles und unterhaltsames Pokerspiel. Hierbei hat der Spieler viele unterschiedliche Optionen um eine erfolgreiche Hand zu bilden, so dass dies hohe Summen innerhalb der Pots begründet, wenn man kurz vorm Showdown steht. Das Regelwerk lehnt sich an die von Omaha an - mit einer Ausnahme jedoch. Bei dieser Variante wird der Pot zwischen dem Spieler, mit der höchsten und der niedrigsten Hand aufgeteilt.

So wird Omaha Hi-Lo gespielt

Der Button

Haben Sie bereits vom Dealerbutton gehört? Dies ist beim Texas Hold'em eine kleine Scheibe. Durch diese wird der aktuelle Dealer der Runde gekennzeichnet. Der Dealerbutton wandert pro Runde einen Spieler weiter nach links. Karten werden im Uhrzeigersinn ausgegeben, startend beim Spieler links vom Dealerbutton. Nachdem alle Karten ausgeteilt worden sind, startet die erste Setzrunde.

Blinds

Der Spieler links vom Button muss den sogenannten "Small Blind" setzen. Links vom Small Blind sitzt der "Big Blind". Small Blind und Big Blind sind Pflichteinsätze, die schon vor dem Austeilen der Hole Cards gesetzt werden müssen. Da der Button nach jeder Runde wandert, wechseln sich auch die Spieler hinsichtlich der Pflichteinsätze ab. Die Höhe von SB und BB richtet sich nach der Höhe des gewählten Limits. Spielt man also Holdem mit Blinds $4/$8 wäre der Small Blind $4 und der Big Blind $8.

Wenn ein neuer Spieler an den Tisch kommt, muss dieser in seiner ersten Runde zusätzlich den Big Blind setzen, oder er wartet, bis er sowieso mit dem Setzen des BB an der Reihe ist. Das hält Spieler davon ab einfach den Big Blind zu umgehen, indem man den Tisch verlässt, bevor man mit dem Setzen des BB an der Reihe ist. Sollte man einen oder zwei Blinds verpassen, dann muss man diese nachträglich bringen, oder auf den nächsten BB warten.

Setzrunden

Die erste Setzrunde startet bereits vor dem Flop, dem sogenannten Pre-Flop. Nachdem Small Blind und Big Blind Ihre verpflichtenden Einsätze getätigt haben, erhält jeder teilnehmende Spieler seine verdeckten Karten (Hole Cards) ausgeteilt. Nachdem jeder Spieler seine Karten eingesehen hat, muss er sich innerhalb der ersten Setzrunde entscheiden, ob er den Big Blind callen, erhöhen oder passen möchte. Innerhalb der ersten Runde ist es keinem Spieler gestattet, lediglich zu schieben (englisch: checken). Dies begründet sich in der Tatsache, dass die Einsätze für Small und Big Blind bereits geleistet worden sind. Die erste Setzrunde startet mit dem Spieler links vom Big Blind. Fortgesetzt wird diese im klassischen Uhrzeigersinn. Selbsterklärend kommt der Big Blind zum Schluss.

Zweite Setzrunde (Flop) - Nach Beendigung der ersten Setzrunde, werden die drei Gemeinschaftskarten aufgedeckt (Flop). Alle noch im Spiel übrig gebliebenen Spieler können diese Gemeinschaftskarten benutzen, um zusammen mit Ihren eigenen verdeckten Karten (englisch: Hole Cards) die bestmögliche Hand zu bilden. Der Spieler links vom Button startet die zweite Setzrunde. Fortgesetzt wird das Spiel -wie gewohnt- im Uhrzeigersinn.

Dritte Setzrunde (Turn) - Nach der Setzrunde mit dem Flop folgt die Aufdeckung einer weiteren Gemeinschaftskarte - dem sogenannten Turn bzw. der Turnkarte. Der Spieler links vom Button startet diese Setzrunde.

Vierte Setzrunde (River) - Nach der Setzrunde mit dem Turn folgt die Aufdeckung einer weiteren Gemeinschaftskarte - dem sogenannten River bzw. der Riverkarte. Der Spieler links vom Button startet diese Setzrunde.

Showdown - Nach Beendigung aller Setzrunden, folgt der legendäre Showdown zwischen allen teilnehmenden Spielern. Spieler, die innerhalb dieser Runde, gepasst (fold) haben, sind natürlich raus. Beim Omaha Hi-Lo könnnen ein High und ein Low kreiert werden. Hierbei würde man den Pot unter diesen zwei Spielern dann einfach aufteilen. Gibt es keinen Spieler, der einen Low kreieren kann, gewinnt einfach der Spieler mit der besten Hand.

Es gibt zwei unterschiedliche Arten von Omaha, die variabel innerhalb Ihrer Setzhöhe sind:

  • Limit: Dem Spieler werden fixe Einsatz pro Setzrunde vorgegeben.
  • Pot Limit: Der maximale Einsatz der Chips hängt von der Potgröße ab.
  • No Limit: Spieler können in jeder Setzrunde die Gesamtanzahl Ihrer Chips beanspruchen

Limit Omaha Hi-Lo

Beim Limit Omaha ist der maximale Setzbetrag pro Runde bereits vorab definiert. Die jeweilige Setzhöhe innerhalb der ersten beiden Setzrunden gleicht dem Small Blind und verdoppelt sich innerhalb der kommenden Setzrunden. Pro Runde sind 4 Einsätze gestattet - ein Einsatz und drei Erhöhungen.

Pot Limit Omaha Hi-Lo

Beim Pot Limit Omaha beträgt der Mindesteinsatz des Spielers mindestens die Höhe des Big Blinds. Bei Erhöhungen muss zumindest die Höhe des eigentlichen Einsatzes der jeweiligen Setzrunde erreicht werden. Die maximale Höhe des Einsatzes hängt von der Größe des Pots ab.

No Limit Omaha Hi-Lo

Beim No Limit Omaha Hi-Lo beträgt der Mindesteinsatz eines Spielers zumindest die Höhe des Big Blind. Bei einer Erhöhung muss diese mindestens die Höhe des vorherigen Einsatzes oder der Erhöhung innerhalb der selben Runde betragen. Es gibt keinerlei Beschränkung hinsichtlich der Einsatzhöhe. Die Anzahl der Erhöhungen ist auf die Anzahl der verfügbaren Spielerchips limitiert.

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